Smart Home – Mehr Sicherheit durch Vernetzung

Neben Energieeinsparungen und einem erhöhten Wohnkomfort verspricht das Wohnen in einem Smart Home auch ein erhöhtes Maß an Sicherheit. Welchen Arten von Gefahren ein Smart Home entgegentreten kann, klärt folgender Beitrag.

Sicher fühlen wir uns, wenn wir keiner mittelbaren oder unmittelbaren Gefahr ausgesetzt sind. Im Bereich des Wohnens können Gefahren im Haus auftreten (z.B. Wohnungsbrände und Wasserschäden) oder von außen angetragen werden (z.B. Einbrüche und Vandalismus). Für beide Gefahrenquellen gibt es technische Lösungen, um die Gefahren abzuwenden bzw. die resultierenden Schäden zu minimieren.

Gefahren im Haus

Wasserschäden und Brände gehören zu den schlimmsten Schäden, die an einem Haus oder einer Wohnung auftreten können. Auch wenn sie sich nicht vollständig verhindern lassen, so lassen sich die Schäden bei rechtzeitiger Erkennung doch erheblich einschränken.

Wasserschäden rechtzeitig erkennen

Geplatzte Wasserleitungen und abgerutschte Schlauchschellen können in der Regel nicht verhindert werden. Bleibt das Unglück unbemerkt, kann in wenigen Stunden ein erheblicher Schaden an der Einrichtung und am Gebäude auftreten. Kosten im vierstelligen Bereich sind keine Seltenheit.

Um den Schaden möglichst schnell zu erkennen und zu begrenzen, helfen Sensoren auftretendes Wasser zu erkennen. Einfache Geräte melden den Schaden mit einem lauten akkustischen Signal. Wassersensoren für das Smart Home melden das Auftreten an die Smart Home-Zentrale weiter. Dort kann das Signal weiterverarbeitet werden, um z.B. die Wasserzufuhr zu unterbrechen. Gleichzeitig kann die Nachricht in Form von Push-Nachrichten auf ihr Smartphone gelangen. Somit werden Sie gewarnt, auch wenn Sie nicht zuhause sind.

Gefahr durch Rauchmelder abwenden

Wussten Sie, dass bei Bränden 80% der Opfer nicht durch die Flammen zu Tode kommen, sondern aufgrund der Rauchgasentwicklung ersticken? Die Bildung von Rauch und giftigen Dämpfen stellt somit das Primärrisiko für die Bewohner bei einem Brand dar. Ergänzend sinkt durch die Rauchentwicklung die Sichtweite innerhalb kürzester Zeit auf ein Minimum. Selbst in den eigenen vier Wänden fällt die Orientierung dann schwer.

Welche Bedeutung Rauchmelder haben, zeigt auch die Verpflichtung zur Ausstattung von Wohnungen mit Rauchwarnmeldern in mittlerweile 15 von 16 Bundesländern. Ab Juli 2016 kommt mit Brandenburg das letzte Bundesland hinzu.

Der Beitrag „Rauchmelder im Smart Home: Vernetzte Lebensretter“ zeigt, welche Vorteile die neuen vernetzten Rauchmelder bringen und welche Produkte besonders geeignet sind.

Gefahren am Haus

Seit Jahren nimmt die Anzahl der Einbrüche in Deutschland zu. Mit mehr als 167.000 Fällen in 2015 ist der Zuwachs von rund 10% im Vergleich zum Vorjahr besonders hoch. Dabei verschaffen sich die Einbrecher in vier von fünf Fällen Zutritt, wenn niemand zuhause ist.

Da Einbrecher in den seltensten Fällen Gewalttäter sind, meiden sie das Aufeinandertreffen mit den Bewohnern. Aus diesem Grund stehen verlassene Häuser und Wohnungen deutlich höher im Kurs.

Mit ein paar Maßnahmen kann die Anwesenheit von Personen vorgetäuscht und Einbrecher so von ihrem Vorhaben abgehalten werden. Selbst wenn sich Einbrecher Zugang verschaffen, kann ein Einbruch rechtzeitig erkannt und ggf. frühzeitig gestört werden.

Einbrüche verhindern

Eine wirksame Maßnahme um Einbrüche zu verhindern ist, Licht in den Räumen automatische an- und auszuschalten bzw. Rollos in den Morgen- und Abendstunden hoch- und runterlassen.

Natürlich weiß auch ein Einbrecher um diese Maßnahmen und erkennen diese umso leichter, je regelmäßiger Licht und Rollo betätigt werden. Werden Licht und Rollo zu unterschiedlichen Zeiten betätigt, können sich Einbrecher nicht mehr sicher sein, ob es sich um eine Zeitschaltuhr oder um eine Bewohner handelt.

Intelligente Steckdosen und Wandschalter übernehmen diese Aufgabe spielend. Einen Überblick über die besten Steckdosen und Wandschalter gibt es hier.

Wer potentielle Einbrecher noch mehr täuschen möchte, der kann abends eine Lampe einschalten, die das Lichtspiel eines Fernsehers immitiert.

Einbrüche rechtzeitig erkennen

Nicht jeder Kriminelle lässt sich durch Anwesenheit der Bewohner abschrecken. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, wenn Bewegungen auf dem Grundstück oder im Haus rechtzeitig erkannt und die Bewohner informiert werden.

Bewegungsmelder und Videokameras stehen daher bei vielen hoch im Kurs. Als Smart Home-Lösung sind diese mittlerweile so klein, günstig und schnell nachzurüsten, dass man es wenig Gründe gibt, auf diese zu verzichten.

Netgear Arlo Q - Überwachungskamera

Netgear Arlo Q – Überwachungskamera (Bildquelle: Netgear)

Ein besonders beliebte Lösung trägt den Namen Arlo und kommt vom Netzwerkspezialisten Netgear. Das Kamerasystem gibt es in einer batteriebetriebenen Variante Arlo Wire-Free für den Indoor- und Outdoor-Bereich. Die kabelgebundene Variante Arlo Q für die Innenraumüberwachung haben wir getestet – hier ist unser Erfahrungsbericht.

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