Meater+ im Test: Kabelloses Bluetooth Fleischthermometer

Mittels App gesteuerte Geräte haben längst den Einzug in die Küche gefunden. Aber nicht jedes App gesteuerte Produkt ist smart und nicht jedes smarte Produkt muss zwingend mit anderen Produkten in einem Netzwerk interagieren. Ein eben solches smartes Produkt ist das kabellose Bluetooth-Fleischthermometer Meater+. Was das Produkt schlauer macht als seine Konkurrenz, erfahrt ihr hier im Meater+ Test.

Meater+ Verpackung und Aufbewahrungsbox

Meater+ Verpackung und Aufbewahrungsbox

Meater rückte erstmals 2015 in den Fokus der Öffentlichkeit, auch wenn es das Produkt zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu kaufen gab. Es war die Absicht über eine Kickstarter-Kampagnie 100.000 US-Dollar einzusammeln, um das Produkt zu realisieren. Am Ende der Kampagne konnte das Vorhaben dank seiner rund 10.000 Unterstützer ca. 1,25 Millionen US-Dollar einsammeln. Das Geld reichte, um die Idee eines komplett kabellosen Fleischthermometers Wirklichkeit werden zu lassen.

Meater+

Meater+

Mit dem Meater+ hat Apption Labs – der Hersteller hinter dem Produkt – nun die zweite Generation des Meater auf den Markt gebracht.

Verpackungsinhalt des Meater+

Das Meater+ wird in einer schlanken Verpackung vertrieben, deren Inhalt schnell beschrieben ist. In der Verpackung befindet sich:

  • Meater+ Fleischthermometer
  • Ladeschale und Aufbewahrungsbox aus Bambus
  • 1x Batterie (AAA)
  • Bedienungsanleitung (ENG, SWE, FIN)

Die Aufbewahrungsbox aus Bambus ist gleichzeitig die Ladeschale des Meater+, die durch eine AAA-Batterie versorgt wird. Diese verbirgt sich hinter einer rückseitigen Blende, die mit zwei Magneten in Position gehalten wird. Die Magnete sind so kräftig, dass die Aufbewahrungs- / Ladestation problemlos am Kühlschrank Halt findet.

Meater+ Stromversorgung per AAA-Batterie

Meater+ Stromversorgung per AAA-Batterie

Mittels eines kleinen Knopfs und LED kann der Batteriestand der Ladeschale überprüft werden. Bei Normalgebrauch versorgt eine Batterie das Meater+ ein Jahr lang mit ausreichend Energie.

Das Meater+ im Detail

Das Meater+ hinterlässt einen sehr guten ersten Eindruck. Die Verarbeitung ist tadellos. Wesentliche Spaltmaße lassen sich nicht ausmachen und das Thermometer scheint wie aus einem Guss gefertigt zu sein. Das spürbare Gewicht des Fleischthermometers unterstreicht diesen guten Eindruck.

Meater+

Meater+

Die 13 cm Länge des Thermometers erlauben einen einfachen Umfang, auch wenn größere Hände am Werk sind. Von den 13 cm sind es ca. 6,5 cm die in das Fleisch eingeführt werden. Weil die ganze Technik des Meater+ in dem Thermometer untergebracht ist, fällt das Produkt mit etwa 6 mm Durchmesser vergleichsweise dick aus.

Technische Eckpunkte des Meater+

  • Zwei Temperatursensoren
  • Kern-Temperatursensor bis 100 °C (212 °F)
  • Garraum-Temperatursensor bis 275 °C (527 °F)
  • Bluetooth-Reichweite bis zu 50 Meter

Die Reichweite von bis zu 50 Metern stellt auch die wesentliche Verbesserung gegenüber der ersten Generation dar. Während das Meater bereits nach max. 10 Metern die Verbindung zum Smartphone verlor, erreichen die Temperaturdaten des Meater+ auch noch Smartphones und Tablets in bis zu 50 Metern Entfernung.

Ganz ohne einen kleine Trick funktioniert das Ganze am Ende dennoch nicht. Um die Reichweite zu erhöhen, dient die Ladeschale als Bluetooth-Repeater und verstärkt das Signal, das vom Thermometer empfangen wurde. Dennoch behebt Apption Labs damit einen der größten Kritikpunkte des Vorgängermodells.

Mit Meater+ und App zum perfekten Garpunkt

Ohne App funktioniert beim Meater+ herzlich wenig, so dass die Installation der kostenfreien App auf iOS- oder Android-Geräten zwingend notwendig ist. Im Zeitalter von Cloud-Diensten und Co. scheint es mittlerweile Standard zu sein, dem Anwender ein Nutzerkonto aufzwingen zu wollen. Das ist beim Meater+ leider nicht anders, aber zumindest erklärbar, wenn die Sensordaten über mehrere Geräte hinweg übertragen und angezeigt werden sollen.

Gut beschrieben ist das Einrichten der App. Schritt für Schritt wird man durch den Prozess geleitet, so dass keine Fragen offen bleiben. Hier nicht gezeigt, aber durchaus keine Seltenheit ist das Firmware-Update während der Einrichtung. Auch wenn diese mit 8-10 Minuten recht lange dauert, funktioniert sie problemlos. Welche Änderungen die neue Firmware mit sich bringt, ist nicht zu sehen.

Auswahl der Gartemperatur

Bevor das Bratgut auf den Grill oder in den Ofen kommt, wird in der App die passende Fleischsorte ausgesucht. Die Auswahl ist groß und selbst wenn man nicht fündig wird, ein ähnliches Angebot findet sich bestimmt.

Nun wird abschließend das Meater+ in das Fleisch gesteckt und dabei darauf geachtet, dass der Teil mit der empfindlicheren Sensorik mindestens bis zur Markierung im Fleisch verschwindet.

Meater+ vor dem Gang in den Ofen

Meater+ vor dem Gang in den Ofen

Temperatur im Fleisch und im Garraum

Danach heißt es ab in den Ofen oder auf den Grill und zurücklehnen. Die beiden Sensoren messen unabhängig voneinander die Temperatur im Fleisch und im Garraum und berechnen daraus die verbleibende Gardauer. Weil die Berechnung auf dem Temperaturanstieg in Garraum und Fleisch beruht, dauert das ganze ein bisschen.

Nach ca. 10 Minuten hat das Meater+ ausreichend Daten gesammelt und zeigt die verbleibende Garzeit an.

Ist die gewünschte Innentemperatur erreicht, ertönt ein akkustisches Signal, damit das Fleisch aus der Hitze genommen werden kann. Smartphone oder Tablet sollten jedoch ausreichend laut eingestellt sein, um die Benachrichtigung auch wahrzunehmen. Der Hersteller hat mitgedacht und warn zu Beginn, sollte die Lautstärke niedrig eingestellt sein.

Zartrosa Fleisch dank Meater+

Zartrosa Fleisch dank Meater+

Garen auf den Punkt

Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Das Fleisch hat eben jenen Garpunkt und die passende Farbe, die mir als Laienkoch nur selten gelingen will. Außer Frage steht, dass Fleischthermometer dabei eine große Rolle spielen. Sicherlich braucht es dazu nicht zwingend das Meater+. Mit einem klassischen Fleischthermometer wäre ich bestimmt zu einem ähnlichen Ergebnis gelangt. Bei Weitem aber nicht so komfortabel.

Und auch wenn es sich nüchtern betrachtet „nur“ um ein Fleischthermometer handelt, so steckt da doch eine Menge Know-How drin. Schon alleine der Umstand, nicht fortlaufend auf die Temperatur achten zu müssen ist ein großer Vorteil. Gepaart mit der Meater-App entfällt auch das Nachschlagen für Garstufen unterschiedlicher Gerichte.

Meater+ im Test: Fazit

Das Meater+ hat ganz eindrucksvoll gezeigt, dass es die durch Kickstarter gesetzten Erwartungen hat erfüllen können. Für einen überschaubaren Anschaffungspreis erhalten Laienköche und Möchtegern-Küchenchefs ein Hilfsmittel an die Hand, das die Zubereitung von Fleisch deutlich vereinfacht und tolle Resultate zum Ergebnis hat. Dabei ist es die Kombination aus dem sehr gut verarbeiteten Thermometer und der umfangreichen und sinnvoll struktierten App, die das Meater+ zu einer Empfehlung macht.

Mit einer UVP von 119 € gehört das Meater+ preislich zur Oberklasse. Wer das Meater+ jedoch oft nutzt und damit u.U. auch hochwertiges Fleisch zubereitet, der wird das kabellose Fleischthermometer als fairen Gegenwert betrachten, der viel Freude bereitet.

Unter dem Strich ein cooles, smartes Gadget zum Verschenken oder sich selber schenken.

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Sponsored Post: Das Produkt wurde von Meater kosten- und bedingungslos für den Test zur Verfügung gestellt. Der Testbericht spiegelt vollständig die eigene Meinung und Erfahrung des Autors mit dem Produkt wider.

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